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Haarausfall |
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Dem Menschen fallen durchschnittlich zwischen 80 und 100
Haare pro Tag aus; der Begriff Haarausfall ist in diesem
Fall leicht irreführend, denn die ausgefallenen Haare werden
normalerweise permanent ersetzt. Die Grenzen vom nicht-haarvermindernden Ausfall bis zum stark
haarvermindernden Ausfall sind nicht starr gesetzt. Es hängt
davon ab, wie leicht und in welchen Bereichen wie viele
Haare ausfallen. So wird häufig gesagt, dass bis zu 100
Haare pro Tag normal seien. Das mag (bei einer
durchschnittlichen Anzahl vorhandener Kopfhaare) richtig
sein, gilt aber nur, wenn der Haarausfall sich relativ
gleichmäßig über den ganzen Kopf verteilt. Konzentriert sich
der Verlust auf einzelne Haarbereiche (Alopecia areata) oder
nur auf den Oberkopf (androgenetischer Haarausfall), ist
dies eher besorgniserregend. |
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Unterschiedliche
Formen von Haarausfall |
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Androgenetische Alopezie |
Erblich bedingter Haarausfall wurde bei einem Großteil der
20 Millionen "Haarausfall-Betroffenen" in Deutschland
diagnostiziert.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem
androgenetischen Haarausfall des Mannes, also dem
vererbbaren Haarausfall - auch männliche Glatzenbildung
genannt - und dem androgenetischem Haarausfall bei der Frau.
Haarausfall bei Frauen ist ebenso wie bei Männern eine
relativ häufige Erscheinung, hat aber einige drastische
Konsequenzen: Haarausfall bei Männern ist "gesellschaftlich
akzeptiert", eine Frau mit Haarausfall aber nicht. Die
Ursachen des Haarausfalls sind aufgrund der hormonellen
Situation komplexer als beim Mann. Die
Behandlungsmöglichkeiten von Haarausfall sind eingeschränkt.
DAS ENZYM 5 ALPHA REDUCTASE
Welche Rolle spielt das Enzym 5 alpha reductase bei
Haarausfall? Grob erklärt wandelt das Enzym 5-alpha
reductase das Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) um.
DHT scheint dabei die Schlüsselrolle bei dieser spezifischen
Form des Haarausfalls zu spielen. Es triff dann vermehrt in
den absterbenden Haarwurzeln auf. Es liegt also nahe, die
DHT-Menge bei Haarausfall reduzieren zu müssen. Wichtig ist
hierbei, dass die im Haarfollikel wirkende Hormon-Menge auf
zwei Wegen beeinflusst werden kann:
1. Durch die Verringerung der Gesamtmenge an Hormonen
im Körper; wobei hier immer das Risiko der Beeinflussung
anderer Körperfunktionen besteht;
2. Durch die lokale Verringerung von DHT am
Haarfollikel, was durch Beeinflussung des Enzyms
5-alpha-Reduktase möglich ist. Die 5-alpha-Reduktase bildet
im Haarfollikel DHT aus Testosteron (beim Mann) bzw. DHEA =
Dehydroepiandrosteron (bei der Frau).
HAARAUSFALL SPEZIELL BEI DER FRAU
Wie der Name androgenetische Alopezie,
androgenetischer Haarausfall, oder vererbbaren Haarausfall
schon sagt, spielt das männliche Sexualhormon Testosteron,
auch bei dem Haarausfall der Frau, wenngleich in viel
geringerer Konzentration, eine entscheidende Rolle. Das
heißt aber nicht, dass bei Frauen bei dieser Form des
Haarausfalls die Testosteron-Spiegel im Blut erhöht ist.
Meist sind die Hormonspiegel im Normbereich, denn es handelt
sich nicht um eine hormonelle Störung, sondern um eine
genetische Anlage der Haarfollikel, verstärkt bzw. sensibler
auf Androgene (männliche Hormone) zu reagieren. |
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Diffuser Haarausfall |
Vom
diffusen Haarausfall (diffuse Alopezie, telogenes
Effluvium) spricht man, wenn die Haare vom gesamten Kopf
abfallen. Dieser Haarausfall tritt mehr bei Frauen als bei
Männern auf. Ursachen können Hormonschwankungen,
Schilddrüsenerkrankungen, Eisenmangel, Stress, Infektionen
oder eine Fettunterversorgung sein. Einige Medikamente (so
z. B. der Wirkstoff Methylphenidat, der in der Behandlung
von ADHS und Narkolepsie eingesetzt wird) können ebenfalls
zu Haarausfall führen. Auch Infektionen (A. symptomatica)
können zu einem zeitlich begrenzten Haarverlust führen. Dazu
gehören u. a.: Impetigo contagiosa, Karbunkel, Wundrose oder
Gürtelrose. Eine einheitliche Diagnosemethode gibt es hier
nicht, weil viele Faktoren mit hineinspielen. |
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Alopecia Areata |
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Kreisrunder Haarausfall betrifft meist nur das Kopfhaar,
aber auch im Bart oder an der Körperbehaaarung kann es zu
diesem Haarverlust kommen. Die Ursachen für
Alopezie hat man schlussendlich noch nicht eindeutig herausgefunden.
Als Ursache wird heute gemeinhin eine Autoimmunkrankheit des
Körpers vermutet. Das körpereigene Abwehrsystem zerstört
diesem Erklärungsmodell zu Folge die Haarfollikel, weil
diese vom Immunsystem als fremd wahrgenommen werden. Der
Körper stößt das eigene Haar ab.
Es können auch gewisse Arzneimittel wie Hormone,
Cholesterinsenker, Schilddrüsenpräparate und
Krebsmedikamente einen Haarausfall verursachen. Hier tritt
aber keine Verkahlung bzw. Glatzenbildung ein. Das Haar
wirkt dünner, da insgesamt sehr viele Haare ausfallen.
Kreisrunder Haarausfall zeigt sich in den allermeisten
Fällen zuerst am Hinterkopf. Die Behaarung ist sehr scharf
abgegrenzt und die Kopfhaut sieht aus als wäre sie glatt
poliert. Die Kopfhaut schuppt und juckt nicht.
Alopecia areata – so der medizinische Fachausdruck – kann
bei Mann und
Frau und sogar schon bei Kindern auftreten.
Völliger Haarverlust – also der Verlust der Augenbrauen,
Wimpern und Barthaare – kann das Selbstwertgefühl weiter
einschränken.
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